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Jardín de Cactus auf Lanzarote


Die meisten Ausflugsziele auf Lanzarote sind durch die Urgewalten der Vulkanausbrüche entstanden. Besonders die Vulkanausbrüche von 1730- 1736 haben der Vulkaninsel Lanzarote ihr heutiges Gesicht gegeben und machen ihren Reiz aus.

 

Eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Lanzarote ist daher der Nationalpark Timanfaya, der den Besucher in eine urwüchsige Vulkanlandschaft entführt. Und auch die Lagune El Golfo ist einzig und alleine von der Natur gestaltet worden.

 



Es gibt aber einige Ausflugsziele auf der Insel Lanzarote, bei denen der Mensch im Einklang mit der Natur ein Gesamtkunstwerk geschaffen hat. Einer dieser Orte ist der Jardín de Cactus.

 

Jardin Cactus Lanzarote

 

Er wurde vom einheimischen Künstler César Manrique gestaltet, der bis zu seinem Tod im Jahr 1992 auf der Insel gelebt hat. Der Künstler und Architekt César Manrique hat sich immer für den Umweltschutz auf Lanzarote eingesetzt und stets darauf geachtet, dass nicht der Tourismus das Bild der Insel prägt und mehrstöckige Hotelkomplexe in den Himmel wachsen.

 

Es war ihm wichtig, Mensch und Natur harmonisch miteinander zu vereinen. Dieses Anliegen wird deutlich, wenn die Kunstwerke die er erschaffen hat, auf sich wirken lässt. Sehr eindrucksvoll erleben kann man das Schaffen Manriques in den Jameos del Agua.

Aber auch ein Besuch im von ihm gestalteten Jardín de Catus im Ort Guatiza zeigt wunderbar, wie perfekt der Künstler es verstanden hat, die Natur in sein Wirken zu integrieren. Für den Kakteengarten von César Manrique gab es keinen besseren Ort, als Guatiza.

 

Seit jeher wuchsen im Gebiet um Guatiza viele Kakteen, die von den Bauern des Dorfes für die Zucht von kleinen Schildläusen (Chochenille-Läuse) benötigt wurden. Die Larven dieser Cochenille-Läuse werden von den Kakteen geerntet und zu einem karmesinroten Farbstoff weiterverarbeitet. Dieser Farbstoff kommt unter anderem in verschiedenen Kosmetika zum Einsatz.

 

Und auch, wer mit den Kosmetika nicht viel im Sinn hat, der wurde vielleicht anderweitig schon einmal mit dem Farbstoff der der Schildläuse aus Lanzarote konfrontiert, den sogar der weltberühmte Campari erhält seine leuchtend rote Farbe dank der bei Guatiza gezüchteten Cochenille-Läuse. Trotz der Tatsache, dass dieser Farbstoff eine wichtige Einnahmequelle für Lanzarote ist, so ist das eigentliche Highlight in Guatiza, welches die Touristen anzieht, doch der Jardín de Cactus – das letzte Werk von César Manrique.

Den Jardín de Cactus hat César Manrique in einer ehemaligen Sandgrube angelegt. Betritt man den gut 5000 Quadratkilometer umfassenden Garten, so wähnt man sich in einem Amphitheater. In terrassenartiger Bauweise reiht sich eine Stufe an die nächste und bietet auf diese Art Platz für über 1400 verschiedene Kakteenarten.

 

 

 

Die Besucher können auf Steintreppen ins Innere dieses Gartens gelangen und dort durch stachelige, blühende, mannshohe und buschig-kleine Kakteen laufen. Während man durch diesen reizvoll gestalteten Garten schlendert ist man einmal mehr davon fasziniert, wie harmonisch diese vom Menschen erschaffene Arena sich in die natürliche Umgebung der Sandgrube einfügt.

 

Wer ein wenig länger in dem Garten verweilen möchte, der kann im von Manrique gestalteten Restaurant Platz nehmen. Wie nicht anders zu erwarten, fügt sich auch das Restaurant hervorragend in die Umgebung ein. Auch ein kleiner Souvenirladen – in dem man das ein oder andere Andenken erstehen kann - ist im Garten untergebracht.

Neben den Kakteen gibt es im Jardín de Cactus noch eine weitere Sehenswürdigkeit. Oberhalb der Grube prangt eine wunderschöne, liebevoll restaurierte Gofio-Mühle.

 

 




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