Lago Verde auf Lanzarote
Wer eines der faszinierendsten und beliebtesten Ausflugsziele auf Lanarote besuchen will, der sollte sich den Lago Verde nicht entgehen lassen. Der Lago Verde – oder der grüne See – trägt seinen Namen deshalb, weil er so unwirklich grün leuchtet, dass man kaum glauben mag, dass hier nur die Natur die Hand im Spiel hat.
Diese, wohl einzigartige, grüne Färbung verdankt der See dem Einfluss von Algen. Das Wasser des Sees ist sehr salzhaltig und bietet damit für die farbgebende Alge optimale Bedingungen, um sich dort wohlzufühlen.
Das einzigartige an diesem See ist die Tatsache, dass es sich hierbei um einen versunkenen Vulkankrater handelt. In diesem Krater hat sich eine Lagune gebildet, welche durch unterirdische mit dem Meer verbunden ist und auf diese Art immer mit frischem Meerwasser aufgefüllt wird.
Dennoch beginnt die Lagune leider– aus bisher noch nicht geklärten Gründen - langsam auszutrocknen. Mittlerweile hat sie auch schon einen beträchtlichen Teil ihrer ursprünglichen Größe eingebüßt und wer den Lago Verde vor einigen Jahren zum letzten Mal besucht hat, der wird sich höchstwahrscheinlich den Größenunterschied bemerken.
Zum Schutz der Lagune wird der Lago Verde mittlerweile durch Seile abgesperrt, um dieses empfindliche Gebiet ein wenig vor den zahlreichen erscheinenden Touristen zu schützen.
Trotz der nötigen Absperrseile ist ein Ausflug zu diesem versunkenen Vulkankrater ein unvergessliches Erlebnis und man sollte auf jeden Fall den Fotoapparat griffbereit halten. Die Natur bietet hier phantastische Fotomotive, die das Herz eines jeden Fotografen höher schlagen lassen.
Man erreicht den Krater, wenn man in Richtung der Stadt Yaiza fährt und sich dann dort angekommen an der Ausschilderung zum Dörfchen El Golfo orientiert, welches im Westen der Insel Lanzarote liegt. Das Auto kann man auf einem kleinen Parkplatz im Dorf abstellen, von dem aus man auch wunderbar die Lagune erreichen kann.
Steht man oben auf dem Parkplatz und wirft einen Blick auf diesen versunkenen Krater, so ist man angesichts der faszinierenden Farbspiele, die sich dort bieten, fast gefesselt. Es zeigt sich einmal mehr, dass – neben dem unvergessenen Künstler César Manrique – die Natur der größte Baumeister auf Lanzarote war.
Der Blick fällt auf einen schwarzsandigen Strand, indem einige Meter vom tosenden, blauen Atlantik entfernt die leuchtend grüne Lagune eingebettet liegt. Der Lago Verde wird von einer sichelförmigen Felswand flankiert, die ihrerseits in den unterschiedlichsten Beige-Braun- und Rottönen leuchtet.
Je nachdem, wie die Sonne gerade auf diese Felswand strahlt, verstärkt sich dieser unglaubliche Farbeffekt noch ein wenig und auch die grüne Lagune beginnt unter der Sonneneinstrahlung unglaublich zu leuchten. Wendet man den Blick zum Meer, so sieht man mitten aus dem Wasser in der Bucht einen – von Atlantik geformten - Vulkankrater empor ragen, der von den Wellen umtost wird. Wenn man zur Lagune hinunter geht, dann sollte man die Augen unbedingt über den schwarzen Strand schweifen lassen.
Immer wieder kann man hier Gesteinsbrocken entdecken – die teilweise sogar faustgroß sind – in denen sich Olivin versteckt hat. Olivin ist ein beliebtes Mineral, um Schmuck zu fertigen.
Wer sich an diesem einzigartigen Naturschauspiel satt gesehen hat und genug Olivin gesammelt hat, der sollte diesen Ort trotzdem nicht gleich wieder verlassen. Das Fischerdörfchen El Golfo ist berühmt für seine hervorragenden Fischrestaurants.
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