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Orzola im Norden von Lanzarote


Orzola ist ein kleiner Ort mit knapp 300 Einwohnern im äußersten Norden der Insel Lanzarote. Orzola liegt ungefähr 40 Kilometer von Lanzarotes Hauptstadt Arrecife entfernt am Fuße des Gebirges Famara.

 

Im Süden des Ortes liegt die Vulkanlandschaft Malpaís de la Corona. Sie entstand vor etwa 5000 Jahren durch einen Ausbruch des Vulkans Montana de la Corona. Besonders im Frühjahr sind die ausgedehnten Lavafelder ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturfreunde.

 

Dann wachsen hier farbenfrohe Flechten und Blumen. Dort wo die Lava ins Meer floss formte sie kleine Buchten die zum Teil mit weißem Sand bedeckt sind und so einen malerischen Kontrast zu der dunklen Vulkanlandschaft bilden.

 

 

 

In den Buchten ist das Wasser besonders ruhig und der Sand fällt sanft zum Meer hin ab. So eignen die kleinen Buchten sich besonders für Familien mit Kindern, denen das Meer am großen Strand Playa de la Cantería zu unruhig ist.

 

Diese einsame Gegend ist ein beliebtes Ziel der Einheimischen, die an den Wochenenden in den abgelegenen Buchten campen oder grillen. Auch zum Schnorcheln eignen sich die Buchten gut, hier kann man die farbenfrohe Unterwasserlandschaft der Küste in Ruhe erkunden.


Etwas nördlich der Ortschaft erstreckt sich der Sandstrand Playa de la Cantería. Er ist ein beliebtes Ziel für FKK- Anhänger. Auch Wellensurfer und Body- Boarder treffen sich hier, da eine stetige starke Brandung herrscht. Den Strand erreicht man über einen mit Sand bedeckten Fußweg der in Orzola beginnt.

 

Die Wassertemperatur an der Küste von Orzola liegt das ganze Jahr zwischen 20 und 24 Grad Celsius, man kann also das ganze Jahr über bei angenehmen Temperaturen baden. Oberhalb der Playa de la Cantería liegt die Felsenlandschaft von Fariones. Hier verläuft auch ein kleiner Eselspfad auf dem man bis zur nördlichen Spitze von Lanzarote, dem Punta Fariones, wandern kann. Da der Pfad durch die steilen Küstenfelsen führt, sollte man ihn nur mit festen Schuhen begehen.


Orzola ist traditionell ein Fischereihafen, aber auch die Fähre zu der Lanzarote vorgelagerten Insel La Graciosa legt hier ab. Die Fähre verkehrt nach einem festgelegten Fahrplan und braucht etwa eine halbe Stunde zu der Nachbarinsel mit dem kleinen Hafen Caleta del Sebo. La Graciosas Landschaft ist wüstenartig, die Insel ist nur mit niedrigen Sträuchern bewachsen.

 

 

 

1986 wurde La Graciosa größtenteils zum Naturschutzgebiet erklärt, auf der Insel nisten zahlreiche Seevögel. Die Küsten La Graciosas bestehen größtenteils aus Sandstränden, einige Einwohner Lanzarotes besitzen Wochenendhäuser auf der touristisch nicht erschlossenen Insel. Touristen besuchen La Graciosa nur als Ausflugsziel.


Am Fischereihafen von Orzola gibt es mehrere Fischrestaurants die auf der ganzen Insel für ihre gute Küche und ihre frischen Fischgerichte bekannt sind. Während der Ort an den Wochenenden sehr gut besucht und ein beliebtes Ausflugsziel ist, sind die Abende wochentags eher ruhig.

 

Ein Nachtleben wie in anderen Urlaubsorten gibt es in Orzola nicht. Dafür bietet der Ort Besuchern ein abwechslungsreiches Sportprogramm, es gibt die Möglichkeit zu Angeln, zu Wandern oder zu Segeln. Die Schutzheilige von Orzola ist die Heilige Rosa de Lima. Ihr zu Ehren findet jedes Jahr am Ende des Monats August ein großes Fest in der Ortschaft statt.

 

 




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