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Eine Lachsräucherei im Kameltreiberdorf Ort Uga


Fünf Kilometer hinter Femes erreicht man über eine Straße (GC 720), welche man linkerhand nach Uga verlassen kann, ein verschlafenes Dörfchen. Hinter den hohen Mauern, die man vor und hinter dem Dorf sieht, wachsen Orangen.

In dem regelrecht afrikanisch anmutenden Dorf Uga stehen recht weit verstreute, würfelförmige Häuschen, welche durch große Lavagranulat bedeckte Gärten getrennt sind. Grüne Farbtupfen setzen da gerade noch die Kakteen und Palmen, welche einen schönen Kontrast zu dem schwarzen Boden und den weißen Häusern bilden.

Inmitten des Ortes steht die modern errichtete Kirche San Isidro Labrador. Die fast schon strahlend weiße Fassade wird von einer grünen Holzballustrade auf dem Dach unterbrochen und wird von einem offenen doppelten Glockenstuhl geprägt. Das schlichte, holzgetäfelte Innere ist frei von jeglichem Beiwerk. Die Form der Stützmauern erinnern den Betrachter am ehesten an eine Glocke. Gleich um diese Kirche herum finden sich eine Handvoll kleiner Geschäfte und Andenkenländen, unter anderem auch eine Keramikwerkstatt.

 



Die Hauptattraktion in diesem frechen, aber doch eher unscheinbaren Dorf, welches durch seine schlanken, hohen Palmen Eindruck zu schaffen mag, sind jedoch die Dromedare, welche hier gezüchtet werden. Frühmorgens ziehen die Tiere in Richtung Nationalpark, um dort die Touristen durch die Feuerberge zu schaukeln. Das geschützte Gebiet kann von Touristen nur auf dem Rücken der Wüstenschiffe besichtigt werden.


Am Nachmittag dann kehren sie meist zurück. Man kann dann ein Bild, wie es auf mancher Postkarte zu finden ist, selbst festhalten, denn wenn die Silhouette der Kamele vor den Vulkanen dahintrotten, ist dies auf jeden Fall einen Blick wert.

Im Wettstreit, welches denn nun der Treffpunkt der Kameltreiber ist, sind zwei Bar-Restaurants, in denen man original - kanarische Küche zu sich nehmen kann.
Wer es jedoch lieber etwas vornehmer mag, der sollte in der Bodega am Dorfrand Einkehr machen. Diese gehört im übrigen auch zu der berühmen Lachsräucherei.

 

 


Es handelt sich hier um ein typisches Bauerhaus mit einer großen Zisterne und einem schön angelegtem Gärtchen, sowie einer schattigen Terrasse vor dem sehr gemütlichen Restaurant. Abends werden hier bei Kerzeschein feine, kleine Köstlichkeiten und Spezialitäten serviert.

 

Dazu gehören hier eben vor allem der auf der gesamten Insel bekannte geräucherte Lachs und Lanzarote Weine. Jedoch sollte der eher preisbewusste Tourist an dieser Stelle gewarnt sein, denn die Speisekarte verrät die Preise des dort Angebotenen nicht.

Noch ist das Dörfchen Uga ein eigener Ort, jedoch schon bald könnte er mit Yaiza, der Gemeindehauptstadt, eins werden. Dass mittlerweile die Busse, die die unzähligen Touristen zu den Feuerbergen bringen, sich hier die Klinke in die Hand geben, begünstigt das Wachstum dieser Gegend.

 

 




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